Häufig gestellte Fragen

Warum helfen wir?

Deutschland ist ein reiches Land, dessen Bürger seit ungefähr 70 Jahren in wachsendem Wohlstand und Frieden zusammenleben. Lediglich Vertreter der älteren Generation haben noch schreckliche Erfahrungen mit Krieg oder Not und Vertreibung machen müssen. Etwas von unserem Überfluss abzugeben, motiviert viele Helfer. Auch das Nachdenken über die Frage: wie würde es uns in einer ähnlichen Not- und Fluchtsituation ergehen? Unser Bemühen um die Flüchtlinge gründet sich auf einer christlichen oder humanitär geprägten Weltanschauung. Generell verbindet alle Helfer die Meinung, dass eine bestmögliche Integration in unsere Gemeinde der Schlüssel für ein störungsfreies Zusammenleben ist.

Wer hat bisher in Burkhardtsdorf Zuflucht gefunden?

Zum 24. Mai 2016 leben 42 geflüchtete Personen in Burkhardtsdorf, darunter 14 Kinder. Die um Asyl bittenden Menschen stammen aus Syrien (19), Pakistan (5), Irak (4), Indien (4) und Afghanistan (10).
Im Herbst 2016 sind noch 31 geflüchtete Personen, darunter 14 Kinder in Burkhardtsdorf. Alle schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule, die Kindergartenkinder sind ebenfalls untergebracht. Viele der Kinder sprechen inzwischen recht gut Deutsch. Einige der Väter arbeiten im Bauhof.
Seit August 2016 ist das Containerdorf in Meinersdorf belegt. Im Herbst 2016 wohnen dort 78 Personen, davon 11 Familien mit insgesamt 21 Kindern aus 12 Ländern.

Update April 2017: In Burkhardtsdorf wohnen derzeit noch 28 geflüchtete Personen, darunter 13 Kinder. Die Menschen stammen aus Afghanistan (10), Pakistan (4), Indien (4), der Türkei (6) und aus dem Irak (4). Das Containerdorf in Meinersdorf hat weitere Personen aufgenommen. Dort leben mit Stand April 2017 insgesamt 82 Personen, davon 10 Familien mit 19 Kindern und 43 Einzelpersonen. Die Geflüchteten stammen im Einzelnen aus den Ländern Afghanistan (9), Eritrea (13), Georgien (5), Indien (14), Irak (4), Iran (6), Libanon (7), Libyen (4), Marokko (1), Pakistan (1), Russland (6), Tunesien (3), Türkei (6), Syrien (1).

Werden weitere Geflüchtete nach Burkhardtsdorf kommen?

Die aktuelle Lage ist davon gekennzeichnet, dass sehr wenig Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Wie sich diese Situation entwickeln wird, ist unbekannt. Zudem verlassen viele Flüchtlinge mit bewilligtem Asylantrag aus verschiedensten Gründen die Erzgebirgsregion, um anderswo unterzukommen. Trotzdem wird das Landratsamt die dezentralen Wohnungen wieder neu belegen und auch im Containerdorf gibt es weiterhin Zuzüge. D.h., unserer Arbeit wird auch in der Zukunft noch gebraucht.

Wie können wir den Geflüchteten helfen?

Um zu helfen braucht es Menschen, die die konkrete Situation der Geflüchteten verstehen und sie beim Neuanfang in einem fremden Land unterstützen möchten. Vor allem hilft es, ohne Vorurteile auf sie zuzugehen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.
Es sind ganz praktische Dinge, bei denen Hilfe benötigt wird: ihnen die Einkaufsmöglichkeiten zeigen, sie bei Arztbesuchen begleiten, ihnen helfen die Behördenpost zu lesen und zu verstehen. Die Geflüchteten brauchen Unterstützung, wenn es darum geht eine Arbeitsstelle und eine Wohnung zu finden, ihre Kinder in Kindergarten oder Schule anzumelden oder sich in einem Sprachkurs anzumelden. Auch Gespräche, gemeinsame Feste oder eine Einladung zum Tee sind bereichernde Erfahrungen – für beide Seiten.

Wer kümmert sich aktuell um die Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien in Burkhardtsdorf?

Von Amts wegen ist der Verein HELP e.V. mit Sitz in Aue für die offizielle Betreuung der Geflüchteten in Burkhardtsdorf zuständig. Eine Sozialarbeiterin ist Ansprechpartnerin für alle offenen Fragen und besucht die Asylbewerber regelmäßig. Sobald diese ihre Aufenthaltserlaubnis erhalten haben, werden sie durch 2 Asylbeauftragte betreut, deren Stelle (zusammen 40h pro Woche) von der SAB zu 100% gefördert wird und im März 2016 ins Leben gerufen wurde. Einer der beiden Festangestellten ist selbst Geflüchteter und übernimmt hauptsächlich die Übersetzungsdienste.

Eine wichtige Rolle spielen die Paten der jeweiligen Familien und Einzelpersonen vor Ort. Sie sind beim Umzug der Asylbewerber in die neue Wohnung dabei, sie helfen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, haben offene Herzen und Ohren für die Nöte der Geflüchteten, leisten ganz praktische Hilfe und werden nicht selten zu Freunden. Unterstützt werden die Paten und die Sozialbetreuerin von HELP e.V. von den Burkhardtsdorfer Asylbeauftragten, von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Asyl und den vielen ehrenamtlichen Helfern in den Arbeitsgruppen „praktische Hilfe“, „Sprache“, „Kinderbetreuung und Freizeit“ und „Öffentlichkeitsarbeit“.

Wie kann ich helfen?

Wenn Sie helfen möchten, nutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Sie bekommen zeitnah eine Rückmeldung mit konkreten Informationen. Die Aufgaben sind vielfältig: von der Mithilfe in der Kleiderkammer bis zur Übernahme eines Patenamtes für eine Wohngruppe. Das Organisationsteam ist dankbar für jede Unterstützung.